ethnowissen
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Ein Samstagmorgen in Bayreuth. Der Raum ist voll, die Stimmung familiär. Vor mir steht Dr. Ingfried Hobert, Ganzheitsarzt, Ethnobotaniker, Weltreisender – und einer der Menschen, die ich in all den Jahren, die ich mich mit ganzheitlicher Gesundheit beschäftige, am meisten schätze. Nicht weil er laut ist. Sondern weil er ruhig erklärt, was die meisten Ärzte entweder nicht wissen oder nicht sagen.
Die nächsten 90 Minuten sind kein Vortrag über Nahrungsergänzungsmittel. Sie sind eine Reise durch Neurobiologie, Bewusstseinsforschung, jahrtausendealte Heiltraditionen aus 58 Ländern – und das ehrlichste Bild davon, warum so viele Menschen sich trotz allem, was sie tun, immer noch überreizt, erschöpft und irgendwie außer Takt fühlen.
Ich habe mitgeschrieben. Alles, was folgt, ist mein persönlicher Bericht aus diesem Tag – angereichert mit dem Wissen, das ich in Jahren der Zusammenarbeit mit Ethno Health aufgebaut habe. Kein Marketingtext. Kein Produktkatalog. Sondern das, was mir wirklich geblieben ist.

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Wer Dr. Ingfried Hobert zum ersten Mal erlebt, ist oft überrascht. Er wirkt nicht wie ein Arzt, der Diagnosen stellt. Er wirkt wie jemand, der die Welt wirklich kennt – und die Menschen, die darin leben.
Dr. med. Ingfried Hobert ist Ganzheitsarzt und Naturheilkundler mit über 40 Jahren klinischer und forschender Erfahrung. Er führt eine Kurpraxis in Steinhude (www.drhobert.de), in der er seit Jahrzehnten Menschen betreut, die mit schulmedizinischen Mitteln keine nachhaltige Besserung gefunden haben. Seine Spezialität: der Mensch als Ganzes – Körper, Nervensystem, Mikrobiom und das, was er die „dritte Ebene" nennt.
Was ihn von vielen Kollegen unterscheidet: Er hat seine Arbeit nie im Labor begonnen, sondern in der Welt. 58 Länder hat er bereist – von Borneo über Tibet und Zentralafrika bis nach Feuerland. Überall hat er studiert, was die Menschen dort über Gesundheit, Ernährung, Heilpflanzen und Bewusstsein wissen. Und überall hat er eines festgestellt: Die Kulturen, die am gesündesten leben, haben eines gemeinsam – sie respektieren das Nervensystem.
Seine Doktorarbeit über das Darmmikrobiom schrieb er bereits 1986/87 – zu einer Zeit, als die meisten Mediziner das Thema noch für irrelevant hielten. Heute ist Mikrobiomforschung Mainstream. Dr. Hobert war 40 Jahre früher dort.

Als medizinische Autorität hinter Ethno Health bringt Dr. Hobert dieses weltweite Wissen direkt in die Produktentwicklung ein. Wenn er eine Rezeptur empfiehlt, stecken dahinter nicht ein paar Studien – sondern Jahrzehnte eigener Beobachtung, ethnobotanische Recherche und klinische Praxis.
Dr. Hobert beginnt seinen Vortrag mit einer Frage, die sich so simpel anhört, dass man fast drüber hinweghören würde: „Gibt es da noch etwas Drittes – neben Körper und Geist?"
Der Körper, erklärt er, ist das, was wir im Laufe unseres Lebens angehäuft haben. Alles, was wir gegessen, erlebt, erlitten und genossen haben, steckt darin. Der Geist ist der Speicher unserer Prägungen – was Eltern, Lehrer, Gesellschaft uns mitgegeben haben. Und alles, was wir heute wahrnehmen, wird automatisch mit diesem alten Speicher verglichen.
„Das Alte kennt sich. Die Dinge wiederholen sich so automatisch, immer wieder von selbst. Es scheint fast so, als würde der Körper schneller reagieren, als wir es vom Geist mitbekommen."
— Dr. Ingfried Hobert, Vortrag Bayreuth, 7. März 2026
Hier wird es neurobiologisch – und gleichzeitig sehr praktisch. Unser Körper reagiert auf einen äußeren Reiz bereits nach 150 bis 300 Millisekunden. Der Verstand wird diesen Reiz erst nach etwa 500 Millisekunden bewusst wahrnehmen. Das bedeutet: Wir haben bereits gehandelt, bevor wir überhaupt wussten, dass etwas passiert ist.
Das erklärt vieles. Warum feinfühlige Menschen plötzlich Bauchschmerzen haben, ohne zu wissen warum. Warum wir auf bestimmte Menschen, Situationen oder Geräusche sofort reagieren – impulsiv, manchmal irrational. Und warum es so schwer ist, „alte Muster" zu durchbrechen: Weil die Reaktion schneller ist als der Gedanke.
Der Ausweg, den Dr. Hobert beschreibt, klingt einfach – ist es aber nicht: Zwischen Reiz und Antwort liegt ein Raum. Diesen Raum bewusst gestalten – das ist das Ziel. Und genau dafür brauchen wir ein reguliertes Nervensystem.
HINWEIS ZUR COACH-AUSBILDUNG
Wer diese Zusammenhänge nicht nur für sich selbst verstehen, sondern auch an andere Menschen weitergeben möchte: Die Ethno Health Coach Ausbildung baut genau auf diesem Fundament auf – Nervensystem, Bewusstsein, Naturmedizin.
Dieser Teil des Vortrags ist der Kern von allem. Dr. Hobert erklärt, dass wir als Menschen über drei grundlegend verschiedene Nervensystemzustände verfügen – entwickelt über Jahrmillionen Evolution, um in unterschiedlichen Bedrohungslagen zu überleben. Das Problem: In der modernen Welt stecken die meisten Menschen dauerhaft im falschen.
Evolutionär ältestes System
Dorsaler Vagus
Erstarren, Totstellreflex. Heute: Depression, Kollaps, Hoffnungslosigkeit, Rückzug, Sinnlosigkeit. Der Körper schaltet ab.
Ca. 500 Mio. Jahre alt
Sympathikus
Kampf & Flucht. Heute: Daueranspannung, Erschöpfung bei nach außen hin funktionierendem Leben. Adrenalindominanz.
Jüngstes System
Ventraler Vagus
Verbundenheit, Kreativität, Herzöffnung. Entstanden durch Omega-3-Ernährung. Ziel aller Regulationsmaßnahmen.
Das älteste unserer drei Nervensysteme ist der dorsale Vagus – das System des Erstarrens. Eine Eidechse, die von einer Katze bedroht wird, stellt sich tot. Das ist kein Entschluss – das ist Biologie. In der heutigen Zeit sehen wir diesen Zustand in Symptomen wie Depression, emotionaler Taubheit, Kontaktverlust, dem Gefühl von Hoffnungslosigkeit. Der Körper hat auf Überlebensmodus umgeschaltet – und im Totstellreflex verändert sich nichts.
Das zweite System ist das, in dem die meisten Menschen heute feststecken: der Sympathikus, das Kampf-und-Flucht-System. Dr. Hobert schätzt, dass sich rund 70 Prozent der Menschen heute in einem dauerhaften psychoneurotischen Ausnahmezustand befinden. Das klingt dramatisch – aber wer kennt es nicht? Man funktioniert. Man ist erfolgreich. Man kommt abends nach Hause, könnte sich ins Gras legen – aber das System fährt nicht runter. Die Gedanken drehen weiter. Das Handy ruft.
Im Sympathikus-Modus versteht man viel. Man kann Bücher lesen, Vorträge hören, Erkenntnisse gewinnen. Aber diese Erkenntnisse kommen nicht an. Sie bleiben im Kopf – und verändern nichts in der Tiefe, weil Integration nur möglich ist, wenn das Nervensystem sich sicher fühlt.
Das jüngste und gleichzeitig am stärksten differenzierte Nervensystem ist der ventrale Vagus – von Dr. Hobert auch als „Sozialnerv" bezeichnet. Er entstand evolutionär durch eine sehr spezifische Entwicklung: Die frühen Menschen an der ostafrikanischen Küste ernährten sich reich an Omega-3-Fettsäuren – durch Algen und Fische. Diese Fettsäuren ermöglichten die Entwicklung des Frontalkortex und damit dieses komplexen Nervensystems.
Wenn der ventrale Vagus aktiv ist, verändert sich alles: Das Prinzip ist nicht mehr „Ich überlebe jetzt" – sondern „Gemeinsam überleben, gemeinsame Lösungen für das Wohl aller finden." Kreativität entsteht. Das Herz öffnet sich. Tiefe Integration und echte Veränderung werden möglich. Genau das ist der Zustand, den alle Regulationsmaßnahmen anstreben – Atemübungen, Meditation, Ernährung und Naturmedizin eingeschlossen.

Der Begriff fällt im Vortrag mehrfach, und jedes Mal mit Nachdruck: Stille Entzündung – Silent Inflammation – ist nach Einschätzung von Dr. Hobert das eigentliche Gesundheitsproblem unserer Zeit. Nicht laut, nicht akut, nicht mit Fieber und Schmerzen. Sondern schleichend, dauerhaft, systemisch.
Der Mechanismus ist klar: Dauerstress – ob durch Gedanken, Ernährung, Umwelt oder emotionale Belastung – hält das Nervensystem im Sympathikus-Modus. Cortisol und Adrenalin fluten den Körper. Die Darmbarriere wird schwächer. Entzündungsmarker steigen. Das Immunsystem reagiert überaktiv – nicht auf eine konkrete Bedrohung, sondern auf sich selbst.
Dazu kommen die Mikrostressoren, die Dr. Hobert explizit benennt: Feinstaub, Pestizide, Fluoride in der Kleidung, Handystrahlung, Lärm. Jeder dieser Faktoren ist für sich genommen klein. In der Summe signalisieren sie dem Körper täglich: Alarmmodus. Und im Alarmmodus bleibt der Entzündungsprozess dauerhaft aktiv.

Eine der eindrücklichsten Erklärungen des Tages: die direkte Verbindung zwischen einem gestörten Darm, fehlendem Serotonin und Schlafproblemen. Dr. Hobert erklärt den Mechanismus Schritt für Schritt.
Ein geschädigter Darm – im Fachbegriff Leaky Gut – verliert die Fähigkeit, bestimmte Moleküle zurückzuhalten. Tryptophan, eine essentielle Aminosäure, geht verloren. Ohne ausreichend Tryptophan kann der Körper kein Serotonin aufbauen – den Grundbaustein für Zufriedenheit, Dankbarkeit und emotionale Stabilität. Und ohne Serotonin kein Melatonin – kein erholsamer Schlaf. Der Vagusnerv kann in der Nacht nicht „nachtanken". Die Erschöpfung wird chronisch.
„Wir können uns einen Wolf meditieren – wenn die biochemischen Grundvoraussetzungen fehlen, wird das nichts. Serotonin ist keine Frage des Willens."
— Dr. Ingfried Hobert, Vortrag Bayreuth, 7. März 2026
Was die meisten Menschen nicht wissen – und was Dr. Hobert seit seiner Doktorarbeit 1986 erforscht: Im sogenannten Bauchhirn befinden sich rund 100 Millionen Nervenfasern. 90 Prozent davon laufen in eine Richtung: von unten nach oben, vom Darm zum Gehirn. Nicht umgekehrt. Das bedeutet: Unsere Wahrnehmung, unsere Stimmung, unsere Fähigkeit zur Konzentration und Kreativität wird maßgeblich davon beeinflusst, was in unserem Darm passiert. Jeden Tag.

Dr. Hobert nennt im Vortrag drei Ethno Health Rezepturen, die er bei systemischer stiller Entzündung als erstes einsetzt – und die zusammen eine Art „Feuerlöscher" für den Körper bilden.
Darmkraft
Mikrobiom stabilisieren, Darmbarriere stärken, Serotonin-Vorstufen sichern
Omega-3 Algenöl
Zellmembranen flexibilisieren, Neuroinflammation reduzieren, ventralen Vagus unterstützen
Inflam-Komplex
Systemische Entzündungsprozesse eindämmen – Kurkuma, Ingwer, Schwarzkümmel, Weihrauch
Diese drei Produkte wirken auf drei verschiedene Ebenen desselben Problems – und ergänzen sich dadurch direkt.
„Der Dirigent des Orchesters der Selbstheilung" – so nennt Dr. Hobert den Vagusnerv. Und gleichzeitig den „Türöffner zur Transzendenz." Für jemanden, der 40 Jahre lang sowohl klinisch als auch philosophisch denkt, ist das kein Widerspruch.
Der Vagusnerv verbindet drei Hirnsysteme: das Kopfhirn, das Herzhirn (Herzfrequenzvariabilität) und das Bauchhirn (Darm). Wenn alle drei kohärent arbeiten – also im Einklang – entsteht eine Rahmenbedingung, die Dr. Hobert als Grundvoraussetzung für alles beschreibt: echte Wahrnehmung, Kreativität, emotionale Stabilität, tiefe Erholung.
In seiner Kurpraxis in Steinhude beginnt Dr. Hobert jede Kurwoche mit einem Vagus-EKG – einer Messung der Herzratenvariabilität, die zeigt, wie stark Sympathikus und Vagus gerade im Gleichgewicht sind. Das Ergebnis bei den meisten ankommenden Patienten: Der Sympathikus-Balken geht durch die Decke, der Vagus-Balken ist im Keller. Was besonders beeindruckt: Schon zwei Minuten geführtes tiefes Atmen verändern das EKG messbar. Sichtbar. Schwarz auf weiß.
Das Summen ist eine der einfachsten und gleichzeitig direktesten Vagusnerv-Übungen. Dr. Hobert erklärt: Das Summen muss mit einem deutlichen „A" beginnen – dieses spezifische Vibrationsmuster aktiviert den Vagusnerv über Stimmbänder und Kehlkopf auf besonders direkte Weise. Wer morgens drei Minuten summt, hat bereits etwas für die Regulation seines Nervensystems getan – mehr als die meisten Menschen in einem ganzen Tag.
Weitere Techniken aus dem Vortrag: tiefe Bauchatmung (Ausatmen länger als Einatmen), Wechselatmung aus dem Yoga, geführte Trance-Meditationen wie die, die Dr. Hobert an diesem Tag durchgeführt hat – und das regelmäßige Erinnern an einen Moment des Vertrauens, der Dankbarkeit, der Verbundenheit.

LUNG - TIBETISCHE MEDIZIN FÜR DAS NERVENSYSTEM
Dr. Hobert verbindet das tibetische Präparat Lung explizit mit dem Thema Bewusstseinserweiterung und innerer Gelassenheit. In der tibetischen Medizin stärkt Lung das „sich ausdehnende Bewusstsein" – eine Tradition, die Geshe Yonten, Dr. Hoberts tibetischer Freund seit 1997, bis heute lebt und weitergibt.
ethno health coach ausbildung
Vagusregulation, Bewusstseinsebenen nach Hawkins, Brain Food, Naturmedizin aus aller Welt – die Ethno Health Coach Ausbildung verbindet genau diese Themen zu einer fundierten Zusatzausbildung.
Ein Konzept, das Dr. Hobert immer wieder in seine Arbeit einwebt: die Bewusstseinsskala nach David Hawkins, einem amerikanischen Psychiater und Bewusstseinsforscher der 60er und 70er Jahre. Die Grundidee: Emotionale Zustände haben messbare „Frequenzen" – und je nachdem, in welchem Zustand wir uns befinden, erleben wir die Welt fundamental anders.
Ebene 200 – Mut und Bereitschaft – ist die entscheidende Grenze. Unterhalb davon: Schuld (30), Apathie (50), Trauer (75), Angst (100), Wut (150). Diese Zustände halten uns im Alarmmodus. Oberhalb: Neutralität (250), Akzeptanz (350), Einsicht (400), Freude (540), Liebe (500).
Was Dr. Hobert besonders betont: Diese Ebenen sind keine reine Frage des Willens oder der Einstellung. Sie sind zu einem großen Teil biochemisch bedingt. Wer sich in Silent Inflammation befindet, wessen Serotoninspiegel im Keller ist, wessen Nervensystem dauerhaft im Sympathikus-Modus läuft – der kann sich nicht einfach in Dankbarkeit denken. Die Biochemie muss zuerst stimmen.

„Wenn Zellen leuchten, leuchtet der Mensch." Dieser Satz steht auf einer der Folien – und er fasst zusammen, was Dr. Hobert über Ernährung denkt. Es geht nicht um Kalorien, nicht um Verbote, nicht um Diäten. Es geht darum, dem Körper das zu geben, was seine Zellen brauchen, um Energie zu produzieren, Entzündungen niedrig zu halten und das Nervensystem zu unterstützen.
Hochwertige Fette: Algenöl (Omega-3), Avocado, Olivenöl extra vergine, Walnüsse, Leinsamen. Der Körper braucht deutlich mehr gute Fette, als die meisten Menschen denken – gerade für Zellmembranen und Gehirnfunktion.
Polyphenolreiche Pflanzen: Alle dunklen Beeren (Heidelbeeren, Aroniabeeren), Granatapfel, grüner Tee (EGCG), Kurkuma, Rosmarin, dunkler Kakao.
Polyphenolreiche Pflanzen: Alle dunklen Beeren (Heidelbeeren, Aroniabeeren), Granatapfel, grüner Tee (EGCG), Kurkuma, Rosmarin, dunkler Kakao.
Ausreichend Protein: Hülsenfrüchte, Linsen, Nüsse – und wenn nötig hochwertige Eiweißpräparate. Der Eiweißspiegel im Blut sollte mindestens 7, besser Richtung 8 g/dl liegen. Bei Erschöpfung ist er laut Dr. Hobert bei den meisten Patienten dramatisch zu niedrig.
Grünes und Bitteres: Rucola, Brokkoli, Chicorée, Artischocke, rote Beete. Kaum etwas ist so stark entzündungshemmend wie rote Beete – sie verdient mehr Aufmerksamkeit als sie bekommt.
Mineralstoffreiche Lebensmittel: Spinat, Mandeln, Moringa, Kürbiskerne. Wichtig: Magnesium, Zink und Eisen immer als Glycinat oder Bisglycinat nehmen – zehnfach höhere Bioverfügbarkeit als einfaches Oxid.
Darmfreundliche Kost: Fermentiertes (langsam einführen wegen Histamin), Kokosöl, resistente Stärke, wenig Industriezucker.
Darmfreundliche Kost: Fermentiertes (langsam einführen wegen Histamin), Kokosöl, resistente Stärke, wenig Industriezucker.
Blutzucker-Stabilität: Keine spontanen Snacks. Jede Insulinspitze ist ein Stressor für den Körper. 2–3 Mahlzeiten täglich, ohne Zwischenmahlzeiten – das ist das Ideal laut Dr. Hobert.
Zum letzten Punkt noch ein konkreter Hinweis aus dem Vortrag: Das automatische Greifen nach Snacks bei kleinstem Hungergefühl ist in den meisten Fällen kein echter Hunger – es ist ein konditionierter Stressreflex. „Jede Insulinspitze ist ein riesen Stressor für den Körper", sagt Dr. Hobert – und mit dem richtigen Bewusstsein dafür verändert sich das Snacking-Verhalten manchmal schon innerhalb weniger Tage.

Omega-3 Algenöl steht in Dr. Hoberts Brain-Food-Konzept an erster Stelle – und das aus gutem Grund. EPA und DHA aus Algenöl sind die einzigen Omega-3-Fettsäuren, die der Körper direkt verwenden kann. Sie halten Zellmembranen flexibel, reduzieren Neuroinflammation und waren – evolutionär gesehen – die Grundlage für die Entwicklung des ventralen Vagus. Mehr dazu im Omega-3 Leitartikel auf ethnowissen.de.
„Unsere ersten Gedanken am Morgen entscheiden darüber, ob wir uns einen wohltuenden Smoothie mixen oder eine toxische Suppe anrühren." Das ist kein Metapher – das meint Dr. Hobert biochemisch. Die ersten Gedanken aktivieren bestimmte Hormon- und Neurotransmittersysteme. Und die prägen den Rest des Tages.
Was folgt, ist Dr. Hoberts persönliche Morgenroutine – seit seiner Indien-Reise täglich praktiziert, eine Stunde lang. Er stellt klar: Es kommt nicht darauf an, alles perfekt zu machen. Sondern es zu machen – in der Haltung der Bereitschaft.
Zunge schaben
Ayurvedische Praxis: Die über Nacht auf der Zunge abgelagerten Toxine (aus Sicht der Naturmedizin) werden entfernt, bevor sie geschluckt werden.
Mund ausspülen und Zähne putzen
Vor dem ersten Schluck – Mundhygiene vor der Aufnahme von Flüssigkeit.
Ölziehen mit Sesamöl
Traditionelle ayurvedische Praxis: 5–10 Minuten Sesamöl im Mund bewegen, dann ausspucken. Soll Mundflora unterstützen und Entzündungen im Mundraum reduzieren.
Großes Glas warmes Wasser mit halber Zitrone
Regt Verdauung an, alkalisiert und unterstützt die Leberfunktion. Über den Tag verteilt zusätzlich Ingwertee.
Summen mit „A"-Beginn (Vagus-Aktivierung)
Das Summen beginnt mit einem deutlichen „A" – dieser Ton aktiviert den Vagusnerv über die Vibration des Kehlkopfs besonders effektiv. Drei Minuten reichen aus.
Yoga / Dehnung / Wechselatmung
Einfache Übungen, täglich gemacht. „Es kommt nicht darauf an, die Dinge perfekt zu machen – sondern sie zu machen."
Metta-Meditation (3–4 Minuten)
Liebende-Güte-Meditation aus dem Buddhismus: 3–4 Sätze auswendig lernen und im Bett aufsagen. Beispiel: „Möge ich gesund und glücklich durch den Tag gehen. Möge ich frisch und gefestigt durch den Tag gehen." Abschluss: „Mögen alle Lebewesen gesund und glücklich sein."

Im letzten inhaltlichen Teil seines Vortrags nennt Dr. Hobert die Ethno Health Produkte, die er in seiner Praxis und seinem eigenen Leben am häufigsten einsetzt, wenn es um Stressregulation, Erschöpfung, Silent Inflammation und das Nervensystem geht. Kein Produkt-Vorstellung – sondern der konsequente Abschluss eines neurobiologisch und naturheilkundlich begründeten Gedankengangs.
Er nennt es den „Werkzeugkasten der Weltmedizin": jede Rezeptur entstammt einer spezifischen Tradition, wurde über Jahrtausende beobachtet und verfeinert, und löst ein konkretes Problem – auf einer biochemischen Ebene, die messbar ist.

Zusätzlich empfiehlt Dr. Hobert Herzkraft und Pilzkraft ergänzend bei Entzündungsprozessen und Herzgesundheit. Interne Links zu den Detailartikeln: Bupleurum 9 – der Artikel | Schisandra 13 – der Artikel.
Am Ende des Vortrags passiert etwas, das sich schwer beschreiben lässt. Dr. Hobert ruft einen Mann nach vorne: Geshe Yonten, ein tibetischer Mönch, den er seit 1997 kennt. Eine tiefe Freundschaft, die in Steinhude begann und seitdem die Welt bereist hat – zuletzt gemeinsam in Indien.
Geshe spricht ein paar Sätze – auf Englisch und Deutsch gemischt, herzlich und direkt. Er sagt: Die beste Medizin ist Meditation. Täglich 10 bis 20 Minuten. Nicht als Pflicht, sondern als Einladung an sich selbst. Und Freude – das Reisen, das Begegnen, das Staunen über das, was die Welt zeigt. Das sei seine zweite Empfehlung.
Es gibt in diesem Raum in Bayreuth einen Moment, in dem 40 Jahre Forschung und eine uralte spirituelle Tradition einfach nebeneinanderstehen – und beide dasselbe sagen. Kein Widerspruch. Nur zwei Wege zum gleichen Ziel.
Geshe Yonten führt außerdem ein Kinderhilfsprojekt für tibetische Flüchtlingskinder. Ein fester Anteil jedes verkauften Lung-Präparats fließt direkt in dieses Projekt. Wer Lung kauft, unterstützt also nicht nur sein eigenes Nervensystem – sondern auch Kinder in Tibet.

Ich bin nicht zum ersten Mal bei einem Vortrag von Dr. Ingfried Hobert. Aber dieser Tag in Bayreuth war anders. Vielleicht weil der Raum kleiner war. Vielleicht weil die Trance-Reise, die er zu Beginn durchgeführt hat, etwas gelöst hat. Vielleicht weil ich Geshe Yonten zusammen mit Dr. Hobert live erlebt habe.
Was ich mitnehme, ist kein neues Wissen im eigentlichen Sinne. Es ist eine Erinnerung. Eine Erinnerung daran, dass die Biochemie zuerst stimmen muss. Dass ich nicht gegen meinen Körper meditieren kann. Dass das Nervensystem kein Hindernis auf dem Weg zur Gesundheit ist – sondern das Fundament. Und dass das, was Dr. Hobert seit 40 Jahren lehrt, keine alternativmedizinische Nische ist, sondern Zukunft.
Die Ethno Health Gemeinschaft, die sich an diesem Tag in Bayreuth versammelt hat, ist ein Beweis dafür, was entsteht, wenn dieses Wissen weitergegeben wird – von Mensch zu Mensch, von Vortrag zu Gespräch, von Familie zu Familie. Das ist die Ethno Health Familie, von der wir immer sprechen. Und ich bin froh, ein Teil davon zu sein.

nächster Schritt
Die Ethno Health Coach Ausbildung verbindet Neurobiologie, Naturmedizin und die Weisheiten aus Ost und West zu einer fundierten Zusatzausbildung – mit Dr. Ingfried Hobert als medizinischer Autorität dahinter.

Wer ist Dr. Ingfried Hobert?
Dr. med. Ingfried Hobert ist Ganzheitsarzt und Naturheilkundler mit über 40 Jahren Erfahrung. Er führt eine Kurpraxis in Steinhude und ist als medizinische Autorität hinter Ethno Health tätig. Er hat in 58 Ländern Heiltraditionen studiert, seine Doktorarbeit 1986/87 über das Darmmikrobiom geschrieben und gehört zu den frühen Pionieren der Mikrobiomforschung im deutschsprachigen Raum. Mehr Infos unter www.drhobert.de.
Was ist der Vagusnerv und warum ist er so wichtig?
Der Vagusnerv ist der längste Hirnnerv des menschlichen Körpers. Er verbindet Kopfhirn, Herz und Darm und reguliert das parasympathische Nervensystem. Ein aktiver ventraler Vagus ermöglicht Entspannung, Kreativität, tiefe Erholung und emotionale Stabilität. Wenn der Vagus-Tonus zu niedrig ist – was bei den meisten Menschen unter Dauerstress der Fall ist – bleibt das Nervensystem im Sympathikus-Modus stecken. Dr. Hobert misst den Vagus-Tonus in seiner Praxis mit einem speziellen Vagus-EKG.
Wie kann ich den Vagusnerv zuhause stimulieren?
Dr. Hobert empfiehlt drei besonders einfache und wirkungsvolle Methoden: erstens tiefes Bauchatmen (Ausatmen länger als Einatmen), zweitens Summen mit einem deutlichen „A"-Beginn (aktiviert den Vagus über Kehlkopfvibration besonders effektiv), drittens die Metta-Meditation am Morgen. Schon zwei Minuten täglich reichen aus, um messbare Veränderungen im Vagus-EKG zu erzeugen – das zeigt Dr. Hobert regelmäßig in seiner Praxis.
Was ist Silent Inflammation?
Silent Inflammation – stille oder schleichende Entzündung – bezeichnet einen dauerhaften, unterschwelligen Entzündungszustand im Körper, der keine typischen Entzündungssymptome wie Fieber oder Schmerz zeigt. Dr. Hobert bezeichnet sie als die eigentliche Pandemie des 21. Jahrhunderts. Sie entsteht durch Dauerstress, ungünstige Ernährung, ein gestörtes Darmmikrobiom und Umweltfaktoren. Langfristig begünstigt sie Erschöpfung, Schlafstörungen, Stimmungsprobleme und eine Vielzahl chronischer Erkrankungen.
Was ist die Darm-Gehirn-Achse?
Die Darm-Gehirn-Achse bezeichnet die direkte neurobiologische Verbindung zwischen Darm und Gehirn – vermittelt über den Vagusnerv, das Immunsystem, den Blutweg und Botenstoffe. Besonders wichtig: 90 % der Nervenfasern im Vagus laufen bottom-up – vom Darm zum Gehirn, nicht umgekehrt. Das bedeutet, dass die Darmgesundheit unsere Stimmung, Konzentration, Schlafqualität und Stressresilienz unmittelbar beeinflusst. Ein gestörtes Mikrobiom (Dysbiose) kann daher zu Depressionen, Angst, Brain Fog und Schlafstörungen beitragen.
Welche Ethno Health Produkte empfiehlt Dr. Hobert bei Stress und Erschöpfung?
Dr. Hobert nennt als wichtigste Basis bei Stresserschöpfung: Omega-3 Algenöl für Zellmembranen und Neuroinflammation, Lung für innere Gelassenheit aus der tibetischen Medizin, und Bupleurum 9 bei innerer Anspannung. Bei Silent Inflammation empfiehlt er das Feuerlöscher-Bundle aus Darmkraft, Omega-3 Algenöl und Inflam-Komplex. Mit dem Rabattcode ETHNOWISSEN sparst du 15 % auf alle Produkte.
Was ist die Ethno Health Coach Ausbildung?
Die Ethno Health Coach Ausbildung ist eine staatlich zertifizierte zertifizierte Zusatzausbildung, die Interessierte befähigt, das Wissen rund um Ethno Health – Naturmedizin, Nervensystemregulation, Ernährung und ganzheitliche Gesundheit – professionell weiterzugeben. Die Ausbildung baut auf den Lehren von Dr. Ingfried Hobert auf. Mehr Informationen und die nächsten Termine findest du hier.
Hinweise zu diesem Artikel
Dieser Artikel ist ein persönlicher Erfahrungsbericht und Wissensbeitrag von Claas Krüger, Ethno Health Partner. Er ersetzt keine ärztliche oder therapeutische Beratung. Die genannten Produkte sind Nahrungsergänzungsmittel – keine Arzneimittel. Alle Partnerlinks sind als solche gekennzeichnet. Verwendeter Rabattcode: ETHNOWISSEN (15 % auf alle Ethno Health Produkte bei der ersten Bestellung).
Quellen: Vortrag Dr. Ingfried Hobert, Bayreuth, 7. März 2026 | Präsentationsunterlagen Dr. Hobert | Eigene Recherche und langjährige Nutzungserfahrung
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